Elfenspiel

Dieser Artikel hat den Zweck, den Spielern eines Nordmar-Eiseflen mit genügend Anregungen für seinen Charakterhintergrund auszustatten, aber auch mit Hinweisen, was unwahrscheinlich ist.

Zudem gibt es hier Informationen zum Charakterspiel auf Cons an sich, wie der spezielle Hintergrund unserer Elfen dargestellt werden kann und sollte.

Gedanken über die Heimat

Betroffene Charaktere

Gemäß den Vorgaben für Spieler sind Spielercharaktere bürgerlich oder aus der Unterschicht. Nichtsdestoweniger sind sie in engen städtischen Gemeinschaften in Nordmar aufgewachsen, was dazu führt, dass sie auch über die Eskapaden des lokalen Adels informiert sind. Die gibt es überall, und Tratsch findet seinen Weg schnell wie der Wind! Orks und Menschen aus Nordmar sind hiervon weniger betroffen, haben aber sicher auch ihre Erfahrungen, wenn sie in den Städten der Insel aufgewachsen sind.

Ich habe erfahren, dass viele Spieler mit Eifer die „Kommissar Gork“ Geschichten aus meiner Feder (ähm, Tastatur) verfolgen. Deshalb sei hier zur Warnung, Ithiljar allzu leichtfertig als Charakterhintergrund und Heimatstadt zu verbraten, folgendes ganz deutlich gesagt:

!!! Ithiljar ist nicht Nordmar und schon gar nicht die ganzen Schattenreiche!!!

Örtliche Besonderheiten

Das führt uns sofort zu der Frage, was in Ithiljar denn anders ist. Nun, ein Blick auf die Karte Nordmars lehrt sofort, dass die Stadt am Lhunfjord die einzige ist, deren Küste permanent vom Packeis blockiert ist (mit Ausnahme von Shelan Yar, aber das ist eh ein Sonderfall).

Mit anderen Worten, es gibt hier keine Flottenbasis der Legion. Weiterhin enden in Ithiljar die Straßen, denn knapp nördlich davon beginnen die Gletscher des Inlandeises, so dass die Provinz Ithiljar, obschon in der Mitte der Inselgruppe, tatsächlich verwaltungstechnisch im äußersten Nordwesten liegt.

Mit anderen Worten: Ithiljar ist der Arsch der Schattenreiche. Schlimmer dran und weiter weg vom Schuss kann man nur noch in Os Cirith sein, und das liegt nicht weit von Ithiljar-Stadt. Deshalb kann diese Stadt nicht zum Heimat-Vorbild aller Spielercharaktere gemacht werden, so schade das auch sein mag!

Der Provinzadel

Der lokale niedere Adel, jedenfalls außerhalb der Kernprovinzen und Finsterbinges, dürfte allerdings ähnliche Marotten wie der von Ithiljar haben, und das ist bei dem engen Zusammenleben (es gibt ja praktisch nur Städte und einzelne Clantürme, das Land ist ja nicht bewohnbar) kein Geheimnis für den durchschnittlichen Spielercharakter. Allerdings dürfte dieser degenerierte Abfall in den wichtigen Provinzen auch längst von der politischen Macht entbunden sein, höchstens in ähnlich abgelegenen Provinzen wie Ithiljar regieren die Adeligen noch selbst (vielleicht die sumpfige Südspitze Nordmars?).

Mit anderen Worten, die Verderbtheit, Dekadenz und Nutzlosigkeit der niederen Adeligen ist in der Heimat fast sprichwörtlich bekannt, und da sie sich ihren Status nur durch das Pochen auf ererbte Privilegien erhalten, sonst aber genetisch und von der Lebenserwartung Bürgerlicher nichts mehr voraus haben, erregen sie den Neid und den Hass der anderen Stände. Hier sind Chancen für Charakterhintergründe! Der Ehrgeiz von Ordensspielern ist gefragt, es diesen im Speck lebenden Maden mal so richtig zu zeigen!

Die Ordensgruppen

Ich stelle mir vor, dass in der durchschnittlichen Stadt von Nordmar Ordensbeamte das Sagen haben, wahrscheinlich sogar den Präfekten stellen, ganz anders als es in den „Kommissar Gork“ Geschichten durchklingt. Niedere Adelige sind in den normalen Provinzen dazu nicht mehr besonders befähigt, und möglicherweise gibt es im Gegenteil in den höheren Ordensstrukturen Eiselfen, die auch lang zurückliegende Demütigungen ihrer Familien oder ihrer selbst durch Adelsprivilegien nicht vergessen haben.

Diese niederen Adligen sind nicht länger effizient, könnte die Losung in den entsprechenden Kreisen lauten, und es mehr oder weniger offene Pläne zur Liquidierung des gesamten Standes geben. Auch hier lassen sich Charaktergeschichten spinnen!

Erschwerend hinzu kommt, dass die Adeligen mehr oder weniger alle Bürgerlichen in Machtpositionen (also fast alle hohen Ordensbeamten) für Emporkömmlinge halten und sie das auch spüren lassen.

Zusammengefasst ergibt sich also ein erhebliches Konfliktpotential, aus dem sich eine Menge schönes Rollenspiel ziehen lässt. Der Konflikt zwischen den niederen Adeligen und aufsteigendem Bürgertum schwelt vermutlich in ganz Nordmar, und wenn ich Lord Vrash wäre, wüsste ich, was ich täte, aber ich bin's ja nicht....

Was das sonst noch für Konsequenzen hat, wird sich im Spiel zeigen.

Warum keine Adeligen mehr?

Hochadel ist für Spieler unsinnig, diese Leute haben üblicherweise Wichtigeres zu tun als die Weltgeschichte zu bereisen.

Niedere Adelige sind schwer zu spielen. Sie müssen im allgemeinen aufgrund ihrer Privilegien nicht die Spezialausbildung wie die Bürgerlichen absolvieren, und in die Legion gelangen sie dann nur, wenn sie von ihren Familien verstoßen werden.

(Anderenfalls, wenn sie nämlich schon als Kind für eine militärische Karriere vorgesehen waren, unterscheiden sie sich nicht mehr von bürgerlichen Charakteren.)

Morwen del'Xarinn, Adelige aus Ithiljar, war beispielsweise mein Spielercharakter im Rang einer einfachen Legionärin, weil sie aufgrund einer Familienintrige in die Legion gezwungen wurde; das Auxiliarkontingent der 4. Legion in den Mittellanden konnte jedoch praktisch nichts mit ihr anfangen. Sie hatte in der Jugend keine Kampfausbildung, taugte also nicht zum regulären Legionsdienst, und durch ihre adelige Impertinenz überschritt sie ständig ihre Kompetenzen, was schon zu Einträgen in der Personalakte geführt hat, wenn sie nicht vor dem Standgericht endet, bleibt nur die Versetzung zu einer Spezialeinheit (vielleicht für Verhöre...?). Mit anderen Worten, viel Ambientespiel und wenig EP-Fähigkeiten sind gefragt.

Einen Ausweg bilden vielleicht Spielercharaktere, denen das Adelsprivileg schon lange entzogen wurde. Auch ein netter Hintergrund, vielleicht für ein paar Rachepläne, so was beflügelt den Ehrgeiz ja immer ganz nett...

Charakterhintergründe

Ein Spielercharakter kann und soll sich aber dennoch von meinen Geschichten aus Ithiljar anregen lassen, deshalb habe ich sie ja geschrieben. Es darf aber nicht vergessen werden, dass dort in der Heimat Gork’s vieles nicht so ist, wie es sein sollte, und dass sich ähnliche Symptome des Verfalls und Niederganges in den anderen Städten Nordmars viel versteckter zeigen mögen - obwohl sie sicher auch präsent sind.

Die Kernfäule der Verderbtheit tragen selbst die effizientesten Kampfmaschinen der Nordmarischen Militärmaschinerie in sich. Mag es bis jetzt nur ein an sich überflüssiger Rand-Schnörkel wie Ithiljar sein, der bis zur Funktionslosigkeit verrottet ist, die anderen werden folgen.

Aber erst in Jahrhunderten, nicht zu Lebzeiten unserer Spielercharaktere.

Ein paar Gedanken zum Dunkelelfen an sich

Heilmagie und Verbinden

Nun, wie wir ja alle wissen, sind wir „Dunkelelfen“ ja so degeneriert und von unserer Stärke überzeugt, dass wir nie Heilzauber lernen können und auch nie welche anwenden würden! Ich bin der Meinung, dass das gut ist und auf jeden Fall so bleiben sollte.

Aber Dunkelelfen dürfen auch nicht die Fähigkeit des Verbindens lernen.

Und da muss ich sagen, wir können noch so selbstbezogen sein, wie wir wollen und davon überzeugt sein, dass nur der Stärkste überlebt, aber wenn Krieger nicht in der Lage sind, ihre Wunden zu versorgen und deshalb sterben, da sie sich nicht verbinden konnten, dann haben wir schon seit langer Zeit keine Elfenlegionen mehr. Oder sie werden nie eingesetzt, aus Angst, dass sie verletzt werden können.

Nun, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Soldat lieber verbluten wird, als sich seine Wunde zu verbinden!

Auch wird er keine Risiken eingehen und seine Wunde reinigen, sofern er keine Infektionen wünscht. Natürlich gibt es den Tross, aber selbst der Tross ist nach einer Schlacht nicht überall und immer zur Stelle. Oder was macht ein Trupp, der im Feindesland unterwegs ist? Bestimmt nicht seinen Tross mit herum schleppen!

Nein, ich bin dafür, dass Dunkelelfen verbinden lernen dürfen. Zumindest Legionsdunkelelfen. Orden braucht so etwas nicht wirklich, aber Legionäre schon. Aus ihrem Gefühl der Überlegenheit heraus, werden die Elfen natürlich keine anderen versorgen, das ist ja deren Problem, aber sich selbst auf jeden FALL!!!

Ein Elf wird nie in den Legionsrängen ein ärztliches Fachwissen erreichen, dafür hat er auch kein Interesse.

Sonnenlicht und Wärme

Dunkelelfen, sind laut Regelwerk sehr empfindlich, was im Sommer das Sonnenlicht betrifft.

Vor allem die Dunkelelfen, die erst seit kurzer Zeit in den Mittellanden sind, sollten das besonders ausspielen.

Ich muss sagen, dass die leider sehr im bisherigen Spiel untergegangen ist. Natürlich werden die Elfen sich vor Fremden keine Blöße geben und diese Schwäche eingestehen, aber ich denke, wir sollten mehr Wert darauf legen, dass das ausgespielt wird. Ein Dunkelelfenspieler, der schon seit geraumer Zeit in den Mittellanden stationiert ist, ist auch nicht mehr ganz so bleich und wärmeempfindlich, sollte dies aber auch ausspielen, denn er hat dennoch Probleme mit der Wärme.

Zauberei und Magie

Wie uns allen bekannt, können die Dunkelelfen keine Zaubersprüche der Heilmagie und Zaubern auf Energie, oder Feuerbasis anwenden.

Das ist natürlich verständlich und laut Hintergrund und Rassengeschichte auch logisch.

Es folgt eine Liste aller Zauber des Liber Magicae (Dragon Sys), die Dunkelelfen nicht lernen können.

Und auch eine Liste der Zauber, die in Grenzbereichen liegen, aber schon abgesprochen sind, bzw. einfach nicht logisch wären, sie nicht einzusetzen.

Und eine Liste mit möglichen Änderungen für Zauber.

Zauber, die nicht gelernt werden dürfen

Beschwörung von Elementaren des Feuers

Energiebolzen

Energiefeld

Energiehand

Energiewall

Feueraugen

Feuerball I und II

Feuerfinger

Feuerschild

Flammenwaffe

Körper heilen

Metall erhitzen

Regeneration

Wiederbeleben

Wiederkehr

Wunde heilen

Wunde übertragen

Wunde verschieben

Wunde zufügen

Zauber, die man dennoch benutzen sollte und Gedanken dazu

Dämonen beschwören oder entspr. Eiselementare beschwören

(Ich denke, das ist eine Zauberform, die die Eiselfen zwar beherrschen, aber selten anwenden werden, da sie dies einfach nicht als „Standart“ betrachten.

Gift neutralisieren

(Einem Eiselfen sollte es möglich sein, Gift zu neutralisieren. Er wird dies zwar nicht für andere tun, aber um sich selbst zu schützen, sollte es möglich sein)

Schreckenszauber

(Schreckenszauber sind Zauber, die auf einer dunklen Energie basieren. Deshalb sollte es einem Eiselfen möglich sein, solche Zauber zu erlernen. Da es sich aber um eine Art „Grenzbereich“ handelt, sollten Eiselfen dies erst mit größerer Erfahrung erlernen oder anwenden (Meisterstufe DragonSys oder 10 MP That’s Live). Es wurde ja bereits mal darüber gesprochen und solch eine ähnliche Lösung dafür gefunden. Ich wollte es hier noch mal aufführen)

Zombie

(Nur weil Zombie unter „Heilmagie“ im Regelwerk aufgeführt ist, sollte wir diesen Spruch nicht generell ablehnen. Einen Untoten zu erschaffen, hat nichts mit Heilmagie zu tun, sondern ist ein klarer Fall von Nekromantie! Allerdings werden Nichtnekromanten unter den Elfen diesen Spruch nur sehr selten erlernen oder auch anwenden.) Spieltechnisch gibt es keine Elfennekromanten und wird auch keine geben! Aus den ehem. Nekromanten wurden die Gir Templer.

Zauberänderungen

Nachdem es ja nicht zu viele Elfen gibt, die Zaubern können und nicht im Orden des Pegasus sind, hier ein paar Gedanken zur Spielbarkeit von Zaubern und deren Anwendung oder Änderung:

Elfenmagier des Pegasusordens lernen hauptsächlich Beeinflussungszauber.

Sollte es Magier in der Legion geben, so sind diese natürlich Kampfmagier.

Zu bedenken ist, dass Zauber wie Mentaler Bolzen oder Dolch nicht sinnvoll eingesetzt werden können. Ein NSC oder Spieler in einem größeren Getümmel wird nicht mitbekommen, was auf ihn gezaubert wurde und folglich auch nicht darauf reagieren können. Es ist zwar schön, solche Zauber zu haben und auch anzuwenden, aber ohne Wirkung sind sie nicht von Nutzen. Das Bild eines Elfenmagiers, der seine Gegner tötet, während er nur mit dem Finger auf sie zeigt, passt zwar gut in das Bild der Elfen, ist aber aus spielbarer Sicht schlecht realisierbar. Deshalb sollten wir den Feuerball offiziell konvertieren und zu einem Eisball machen. Ich an deren Stelle würde einfach einen schönen blauen Softball einsetzen und keine Wasserbombe, da eine Eiskugel nicht explodiert wie ein Feuerball. Punktkosten usw. bleiben gleich.

Somit haben unsere Magier auch die Möglichkeit neben Schlaf, Furcht und Windstoß sich als Anfänger zur Wehr zu setzen. Später kommt dann noch die Schreckensmagie dazu, die dann das Ganze abrundet.

Dies sind soweit Regelungen, die schon vor langer Zeit diskutiert wurden und soweit auch akzeptiert sind und somit gültig!

Diese Gedanken dienen als Erweiterung des Elfenhintergrundes, bis dieser entsprechend geändert wurde!